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Hallux rigidus
Definition
Hierunter versteht man eine schmerzhafte Abnutzung des Großzehengrundgelenkes. Die Großzehe zeigt meist keine abnorme Abweichung nach außen auf. Je nach Stadium liegt eine Einschränkung der Beweglichkeit im Großzehengrundgelenk vor.
Ursachen
Auch hier gibt es keine genaue Erklärung, man nimmt an das es nach wiederholten kleineren "Unfällen" (Traumen), Veränderungen in der Durchblutung, Entzündungen, Übergewicht oder nach Operationen dazu kommen kann.
Behandlung
- nichtoperativ (konservativ)
- operativ
In der Regel sollten vor einem operativen Eingriff die konservativen Maßnahmen ausgeschöpft sein. Nur wenn diese dem Schmerz keine Abhilfe mehr schaffen, sollte man sich zur Operation entschließen. Allerdings kommen viele Patienten sehr spät zur Operation, sei es in einem hohen Lebensalter oder in einem extrem fortgeschrittenen Befund, bei welchen der operative Eingriff auch nur noch begrenzt zu helfen vermag.
Nichtoperative Maßnahmen:
- Einlagenversorgung
- orthopädische Schuhe
- Nachtschienen
- Physiotherapie
- Medikamente
- Patientenmitarbeit (z.B. Gewichtsreduktion)
Operative Maßnahmen:
In den letzten Jahren hat die Fußchirurgie einen großen Aufschwung erfahren. In der Asklepios Klinik Hohwald stehen die modernen Verfahren zur Verfügung und werden als Standard angewandt. Trotz aller Sorgfalt und Technik darf nicht vergessen werden, dass es sich beim Fuß um einen sehr sensiblen Körperteil handelt, welcher die gesamte Körperlast trägt, so dass unter Umständen Restbeschwerden nach operativen Eingriffen in wenigen Fällen bleiben können.
Methoden
Nur in sehr frühen Stadien kann gelenkerhaltend eine Bewegungsverbesserung und Schmerzreduzierung erreicht werden. Allerdings schreitet der Abnutzungsprozess trotzdem weiter voran. In der Mehrzahl der Fälle ist das Großzehengrundgelenk bereits zerstört und muß entfernt werden. Hierzu wird entweder ein Teil des Zehengrundgliedes entfernt (bei älteren Menschen) oder das zerstörte Gelenk operativ versteift, was die Schmerzbeseitigung herbeiführen soll. Mit dem Einsetzen von Kunstgelenken in diese Region sind wir noch sehr zurückhaltend, da hierfür nur wenige Patienten in Frage kommen und die Langzeitergebnisse solcher Kunstgelenke unsicher sind.
Risiken vor der Operation
- hohes Lebensalter (eine genaue Altersangabe gibt es nicht. Man kann nicht sagen, ob ein Patient mit 65, 70 oder 80 Jahren zu "alt" für diese Operation ist. Der Arzt wird den Einzelfall prüfen und dem Patienten das Risiko mitteilen.
- Diabetes mellitus
Wann wird die Operation nicht durchgeführt:
- Fußpilz (bis zur Abheilung)
- Durchblutungsstörungen
- bei kosmetischen Wünschen
Komplikationen
Diese sind sehr selten. Der Patient wird über diese vor dem operativen Eingriff aufgeklärt und kann seine Fragen dem jeweiligen Arzt stellen. Die wohl häufigste Komplikation ist das erneute Abweichen der Großzehe nach Monaten oder Jahren.
Der Erfolg der Operation setzt in hohem Maße die Mitarbeit des Patienten voraus. So muss er nach der Operation das entsprechende Schuhwerk tragen. Enge Schuhe führen zwangsläufig zum Rezidiv.
Nachbehandlung
Wegen der zu erwartenden Vorfußschwellung muss der Patient die ersten Tage nach der Operation eine Bettruhe einhalten. Je nach Operation gibt es dann beim Aufstand spezielle Entlastungsschuhe. Eventuell schließt sich eine Gipsbehandlung oder Behandlung mit Plastschienen für die Großzehe an. Bandagen für die Zehen müssen zum Teil nachts bis zu einem halben Jahr angelegt werden.
Eine Schwellung des Vor- und Mittelfußes bis zu einem viertel Jahr kann möglich sein. Spezielle Lymphmassage kann unter anderem Abhilfe schaffen.

