Hauptmenü
Submenü - Diagnosen
Hüftgelenksendoprothese
- Was ist eine Coxarthrose?
- Beschwerdebild bei Coxarthrose
- Untersuchungsmethode
- Behandlung durch Gelenkersatz
- Erfolgsaussichten
- Ablauf vor und nach der Operation
- Die Behandlung nach der Operation
- Mögliche Komplikationen
Was ist eine CoxarthroseVerschleiß des Hüftgelenkes (siehe Arthrose)?
Die Arthrosemeist degenerative Gelenkerkrankung verschiedener Ursache des Hüftgelenks (Coxarthrose) ist kein reines Altersleiden. Bei ihr lassen sich ursächliche Veränderungen feststellen, die gelegentlich bis in die frühe Kindheit verfolgt werden können. Bei den meisten Coxarthrosen kann jedoch keine Ursache ermittelt werden.
Beschwerdebild bei Coxarthrose
Die Arthrose führt zu Schmerzen im Bereich des Hüftgelenkes, die auch im Oberschenkel, im Kniegelenk und in der Lendenwirbelsäule lokalisiert werden. Bewegungseinschränkung des Hüftgelenkes, Verspannungen der Muskulatur und Muskelschwäche Fehlstellung des Hüftgelenkes und nachfolgend der Lendenwirbelsäule sowie anderer Gelenke.
Untersuchungsmethode
Im Röntgenbild können die morphologischen Veränderungen des Hüftgelenkes erfasst werden (links: krankes Hüftgelenk; rechts: gesundes Hüftgelenk).

Behandlung durch Gelenkersatz
In Regionalbetäubung oder Allgemeinnarkose wird das Hüftgelenk freigelegt, der Hüftkopfoberer Teil des Oberschenkelknochens entfernt und die Gelenkpfanneknöcherne Struktur eines Gelenkes mit Aussehen einer Pfanne; bei der Hüfte der Teil des Gelenkes, der den Kopf des Oberschenkelknochens aufnimmt sowie der Oberschenkelknochen (Femurder Oberschenkelknochen; ist der längste Röhrenknochen des menschlichen Skeletts) für die Aufnahme der Prothesenteile vorbereitet. Die Wahl der Endoprothese"Ersatzstück" aus körperfremden Material, welches dem erkranktem Körperteil nachgebildet ist (z. B. künstliches Hüftgelenk) und der Verankerungsmethode erfolgt nach gründlicher Abwägung aller Vor- und Nachteile sowie der Alters- und Hüftsituation des Patienten.
- Zementfreie Totalendoprothese Die Verankerung erfolgt durch Abstützung von Knochengewebe in der Oberfläche der Prothesenteile (Bild links).
- Zementierte Totalprothese Zur Verankerung wird ein Kunststoff (Knochenzement) verwendet, der schnell aushärtet und die Hüftendoprothese mit dem Knochen verbindet (Bild rechts)

Erfolgsaussichten
Nach umfangreichen Erfahrungen mit dem Hüftgelenkersatz bieten diese Behandlungen im Allgemeinen gute Erfolgsaussichten. Sie beseitigen oder lindern die Schmerzen und verbessern die Beweglichkeit des Gelenkes. In der Regel kann der Patient nach Abschluss der Behandlung wieder ohne Beschwerden gehen und die Belastungen des täglichen Lebens erbringen, die seinem Alter angemessen sind.
Ablauf vor und nach der Operation
Der AnästhesistArzt, welcher für Art und Durchführung der Narkose verantwortlich ist besucht jeden Patienten vor der Operation. In einem ausführlichem Gespräch bespricht er mit Ihnen alle Unklarheiten in Bezug auf die Operation und die in Ihrem Falle anzuratende Narkosemethode. Zusätzlich erklärt der zuständige Stationsarzt noch einmal den operativen Eingriff.
Vor der Operation sind einige Untersuchungen erforderlich. Dazu zählen Laborparameterverschiedene Werte (Parameter), die aus Blut, Urin oder anderem Körpermaterial gewonnen werden, EKGAbkürzung für "Elektrokardiogramm": Verfahren um Herzströme zu messen, um so den Zustand des Herzens beurteilen zu können, Röntgenaufnahmen und eine ambulante Eigenblutabnahme.
Diese Untersuchungen sollten Sie überwiegend vor Ihrem Krankenhausaufenthalt vornehmen lassen, um die Aufenthaltsdauer in der Klinik zu verkürzen. Ihr Hausarzt wird Ihnen dabei sicher behilflich sein!
Die Möglichkeit der Eigenblutspende besteht auch in der Asklepios Klinik Hohwald. Sie benötigen dazu eine Überweisung Ihres Hausarztes.
Nach der Operation werden Sie zunächst auf der Wachstation intensiv betreut. Wenn keine Komplikationen auftreten, werden Sie im allgemeinen am nächsten Tag auf Ihre Station zurückverlegt.
Die Behandlung nach der Operation
Unmittelbar nach der Operation bzw. nachdem Sie wieder auf Ihre Station verlegt wurden, beginnt die schrittweise Mobilisation der Patienten unter Anleitung der Physiotherapeuten. Die Nachbehandlung wird je nach Art der Implantationbezeichnet den Vorgang des Einbringens eines körperfremden Stückes (z.B. Teile eines Organs wie Herzklappen, im Kiefer verankerter Zahnersatz, Herzschrittmacher) des Gelenkes und der Konstitution des Patienten individuell festgelegt. Ziel ist die möglichst schnelle Wiederherstellung der Gelenkfunktion und der Gehfähigkeit.
Mögliche Komplikationen
Komplikationen sind Ausnahmefälle!
Es sind im Wesentlichen folgende Komplikationen möglich:
- Infektionen
- Vorzeitige Lockerung der Endoprothese
- Schädigung von Nervendurch sie werden mittels elektrischer Impulse Reize weitergeleitet; diese können einerseits dazu dienen, Empfundenes von den reizwahrnehmenden Körperzellen zum Gehirn oder aber "Befehle" vom Gehirn an bestimmte Körperzellen (z.B. Muskelzellen) zu senden- und Blutgefäßen
- Venenentzündungen, Blutgerinnsel (ThromboseVerschluss eines Blutgefäßes durch einen an der Gefäßwand festsitzenden Blutpfropf) mit sich eventuell ablösendem Gerinnsel (Embolieein sich von der Gefäßwand gelöster Blutpfropf (Embolus), der nun mit dem Blutstrom treibt bis er irgendwo "hängen" bleibt und zu einem akuten Gefäßverschluss führen kann)
- Wundheilungsstörungen

