Hauptmenü
Submenü - Die Klinik
Geschichte
- Der Anfang
- Zwischen den Weltkriegen
- Die Kriegs- und Nachkriegsjahre
- 1976: Die Umprofilierung
- 1998: Die Klinik wird zu einem Haus der Asklepios-Gruppe
- 1905 - 2005: 100 Jahre Hohwaldklinik
- Gegenwart & Zukunft
Der Anfang
Die Auswahl des Standorts für die Heilstätte Hohwald erfolgte durch Experten. Für die Freiluftliegebe- handlung von Tuberkulosepatienten suchte man eine windgeschützte, nach Süden offene Lage.
Vorausgegangen waren jahrelange Temperaturmessungen und Wetter- statistiken. Durch die Wirte der Hohwaldschänke und des Stillen Fritz wurden z. B. die Nebeltage gezählt.
Die Verkehrsanbindung erfolgte über die Staatsstraße von Langburkersdorf nach Steinigtwolmsdorf. Diese entstand zwischen 1830 und 1838 in Anlehnung an den Verlauf des Steinigtwolmsdorfes Weges (Quelle: Gemeindeverwaltung Langburkersdorf, Chronik).
Die Heilstätte Hohwald wurde von 1902 bis 1905 im Auftrag der Landesversicherungs- anstalt Sachsen errichtet. Die Bauleitung übernahm der Geheime Regierungsrat Weger. Die Bauarbeiten wurden durch den Baumbestand und den felsigen Untergrund - die Klinik steht auf gewachsenem Granit - erschwert.
Bis 1905
Bis zu diesem Zeitpunkt wurden das Bauleitungsbüro (später wieder abgerissen), die Kantine, die Häuser I, II und III, das Hauptgebäude mit Holzliegehalle im Westflügel, der Speisesaal und das Küchengebäude, das Badehaus (Bild), das Maschinenhaus, das Verwaltungsgebäude, das Chefarztwohnhaus, die Isolierbaracke, das Eishaus und das Stallgebäude errichtet.
Die Heilstätte Hohwald wurde 1905 von der LVA Sachsen mit einer Kapazität von ca. 300 Betten als größte Männerheilstätte in Deutschland ihrer Bestimmung übergeben. Der Bau kostete 2,5 Millionen Goldmark. Die Heilstätte war ein eigener Gutsbezirk mit eigener Poststelle und Försterei. Der Chefarzt war zugleich Gutsvorsteher. Neben Räumen für die Desinfektionsanlage und das Laboratorium standen den Patienten schon damals ein großer Aufenthaltsraum, die Bibliothek und ein Billiardzimmer zur Verfügung.
Die ersten Kranken kamen aus dem Land Sachsen im Dezember 1905 nach Hohwald.
Zwischen den Weltkriegen
1925 erwirbt die Landesversicherungsanstalt das Rittergut und das Schloss Langburkersdorf. Das Schloss wurde Altersheim. Mit dem Rittergut sollte die Versorgung der Lungenheilstätte mit Milch, gärtnerischen und landwirtschaftlichen Erzeugnissen verbessert werden (Quelle: Gemeindeverwaltung Langburkersdorf, Chronik).
1926/27 wurden die Wohnhäuser I und II erbaut.
1928 wurde die ehemalige Isolierbaracke zur Schule umgebaut. Die Schule befand sich bis dahin im Verwaltungsgebäude.
1928/29 entstanden das Garagen- und Wohngebäude (Haus VI).
Der Umbau
Im Jahr 1930 führte man intensive Renovierungs- und Umbauarbeiten durch. Die Klinik wurde am 15. Juni 1930 für 5 Monate geschlossen. Die Arbeiten konzentrierten sich vor allem auf das Hauptgebäude.
Es wurden eine Bücherei, eine Verkaufsstelle sowie Behandlungs- stellen für einen HNO- und einen Zahnarzt eingerichtet. Das Labor verlegte man mit moderner Aus-stattung in neue Räumlichkeiten. Die alten Apparate der Röntgen-abteilung wurden gegen neue ausgetauscht.
Die Rundfunk- und Lichtrufanlagen wurden auf den aktuellsten Stand gebracht. In den Dienstzimmern und auf den Stationsgängen instal-lierte man elektrische Uhren. Licht-, Wasser- und Heizungsleitungen wurden unter Putz verlegt. Die Heizungsinstallation wurde erneuert. Die Patientenzimmer wurden zum Teil verkleinert und mit Waschbecken versehen.
Völlig neu eingerichtet wurde das Inhalatorium. Zur Verfügung stand ein Raum mit zehn Apparaten für Einzelinhalationen und je ein Raum für Rauchsalzinhalationen und Inhalationen von Kochsalz und Emsersalz.
Im Bäderbereich entstand ein Vierzellenbad, ein Lichtbad, ein Heißluftbad und Möglichkeiten für elektrische Bäder.
Weiterhin erfolgte der Umbau des OP-Bereiches, wobei zwei OP-Säle für mittlere Lungenchirurgie entstanden. Die Desinfektionsanlage wurde erneuert und die Kläranlage auf Chlorierungsbetrieb umgestellt.
Die Kapazitäten für die Freilufttherapie erweiterte man durch den Bau von massiven Liegehallen auf beiden Seiten des Hauptgebäudes. Diese ersetzten die Holzliegehalle im Westflügel sowie die einzeln stehenden Holzliegehallen.
Am 2. Januar 1931 wurde die Heilstätte mit einer reduzierten Bettenkapazität von 220 wieder eröffnet.
Die Kriegs- und Nachkriegsjahre
Aufgrund des großen Bettenbedarfes entstand 1943 das Holzhaus. Dort standen 12 Zimmer mit je 6 Betten zur Verfügung. Das Gelände war vorher eine Obstplantage.
Das Schloss Langburkersdorf wurde Nebenstelle der Heilstätte Hohwald und von 1947 bis 1966 für Nachkuren für TBC-Patienten genutzt.
Die Klinik schloss von Januar bis Mai 1947 aufgrund von Kohlemangel, großen Frostschäden an der sanitären Anlagen und der Heizungsanlage.
Es wurden neue Kohleöfen, Herde und Kessel eingebaut; 1957 entstand Wohnhaus III.
Nach 1960
- Aufstellung einer neuen Röntgenanlage
- Installation einer neue Fernsprechanlage
- u. a. Erneuerung der Heizungsanlage, Strom- und Wasserversorgung sowie Aufstellung eines Notstromaggregates.
- Renovierung der Patientenzimmer (1963/64)
- 1966 Verlegung des Labors mit Ausbau zum bakteriologischen Labor
- Erweiterung der Physiotherapieabteilung
Die großen Krankensäle in den Häusern I und II mit je 19 Betten wurden durch Zwischenwände in behagliche Krankenzimmer mit 3 Betten umgewandelt.
1976: Die Umprofilierung
Die Umprofilierung zur Bezirksklinik für Orthopädie findet statt.
Ab 1976
- Rekonstruktion und apparative Ausstattung der Röntgenabteilung, Aufbau eines modernen OP-Traktes mit Funktionsräumen
- Schaffung von zwei Bewegungsbecken, zwei Unterwassermassagen und der Sauna
- 1984 Errichtung eines neuen Heizhauses einschließlich eines neuen Schornsteins
- 1991 Baumaßnahmen u. a. mit Schaffung zusätzlicher Arzt- und Untersuchungszimmer
1992 bis 1995
- Bau einer neuen Heizungsanlage mit Umstellung auf Heizöl
- 1992 wird der 1984 errichtete Schornstein gesprengt
- Errichtung einer mechanisch-biologischen Kläranlage (1993-1994)
- Sanierung der Dächer bis 1994
1. Januar 1998: Die Klinik wird zu einem Haus der Asklepios-Gruppe
- Nach Übernahme beginnen Renovierungsarbeiten in Patientenzimmern und Diensträumen
- 1999 Erneuerung der 1,6 km langen Zufahrtsstraße durch die Gemeinde; Sanierung der Empfangshalle, Abriss der Liegehalle Ost
- 1999/2000 Abriss Feuerwehrgebäude, Holzhaus, Kegelbahn
- 11.12.1999 Grundsteinlegung Neubau OP
- 1999-2000 Errichtung Neubau OP
- März 2000 Inbetriebnahme Aufzug A5
- 2000 Installation einer neuen Telefon- und Handyanlage: Patienten steht dadurch an jedem Bett ein Telefon zur Verfügung
- 01.09.2000 Eröffnung der Krankenpflegeschule
- 2000 Rekonstruktion Tiefbrunnen, Erneuerung der Hochbehälter und Wasserleitungen
- Januar 2001 Inbetriebnahme des neuen OP: zwei große und ein kleiner Operationssaal stehen ab jetzt mit modernster Technik zur Verfügung
- 2001 Trockenlegung Hauptgebäude
Sanierung des Ostflügels 2001/02
In den Jahren 2001/02 erfolgte eine Komplettsanierung des Ostflügels (Bettenstationen, Labor, Eigenblut- spende, Physiotherapie, Sauna, Hydrotherapie, Patientenempfang, Schwesterndienstplätze, Konferenz- raum, Patientenaufenthalt, Magnet- resonanztomografie).
Die neuen Patientenzimmer wurden jeweils mit eigener Dusche und WC ausgestattet.
Am 06.12.2002 konnte der sanierte Ostflügel dann feierlich übergeben werden.
Im Jahr 2003 wurde der Nordflügel (ehemaliges Badehaus) zu einer Intensivstation mit 6 Betten umgebaut. Diese konnte dann gemeinsam mit dem neuen Haupteingangs- und Empfangsbereich am 20.10.2003 übergeben werden.
Ab 2005: Sanierung bzw. Neubau des Westflügels
Im Jahr 2005 wurde mit der Sanierung des Westflügels begonnen. Der OP-Altbau wurde abgerissen. Die Röntgenabteilung zog in das Erdgeschoss und wurde vollständig digitalisiert. Am Westflügel entstand ein kompletter Neubau, welcher am 01.07.2006 durch die ersten Patienten bezogen werden konnte. Fliesenmosaike, große Spiegel, Waschbecken über Eck und Parkett in allen Patientenzimmern weckten bei den ersten Patienten bereits Erinnerungen an ein Hotel. Neben den neugeschaffenen sieben Doppel- und sechs Einzelzimmern stehen auch den Oberärzten neue Diensträume zur Verfügung. Seit Ende 2006 haben die Patienten nun die Möglichkeit, die schöne Umgebung bei einer Tasse Kaffee in den verglasten Wintergärten zu geniessen
1905 - 2005: 100 Jahre Hohwaldklinik
Am 23. und 24. September 2005 feierten Mitarbeiter, Patienten und Gäste das 100-jährige Bestehen der Hohwaldklinik.
2006: 30 Jahre Orthopädie in der Hohwaldklinik
Auch im folgenden Jahr gab es Grund zu feiern: am 19. und 20. Oktober 2006 wurde in der Asklepios Klinik Hohwald das Jubiläum "30 Jahre Orthopdädie" mit zahlreichen Gästen begangen.
Gegenwart & Zukunft
Heute
- Sanierung der Patientenzimmer im Altbau des Westflügels
- Errichtung einer Bibliothek
- Gestaltung des Außenbereiches
Die Zukunft
- Erneuerung der Straßen im Klinikgelände
- Austausch der Fenster des Verwaltungsgebäudes
- Investition in alternative Energietechnik
Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum der Hohwaldklinik wurde auch eine Chronik des Hauses erstellt. Bei Bedarf an dieser Jubiläumsausgabe können sich Interessierte gern mit uns in Verbindung setzen.

