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Minimal invasiv / Hygiene
Dr. med. Achim Ziegenbalg
Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin, Rheumatologie Spezielle Orthopädische Chirurgie
Allgemeines
Die minimalinvasive Endoprothetik mit dem Schwerpunkt einer weitgehend das Weichteilgewebe (Haut, Sehnen, Muskulatur) schonenden Operationstechnik hat sich seit Anfang des neuen Jahrhunderts insbesondere im Bereich des künstlichen Hüftgelenkersatzes zu einem Verfahren entwickelt, von dem man sich aus ärztlicher Sicht insbesondere einen schnelleren Rehabilitationsverlauf verspricht.
Der Patient sieht die Vorteile in einer meistens kleineren Operationsnarbe sowie einen insgesamt schmerzärmeren Verlauf nach der Operation.
In unserer Klinik beschäftigen wir uns seit 2003 mit der minimalinvasiven Operationstechnik beim künstlichen Hüftgelenkersatz.
Durch die Verbesserung der Operationstechnik sowie die ständige Weiterentwicklung der künstlichen Gelenke und der Operationsinstrumente kann die minimalinvasive Operationstechnik mittlerweile als Standardeingriff für geeignete PatientInnen bezeichnet werden.
Insbesondere jüngere, schlanke und nicht sehr muskelkräftige PatientInnnen können von diesen Eingriff profitieren, wobei das jeweilige operative Vorgehen immer eine individuelle Entscheidung des Operateurs mit dem Hauptziel einer regelrechten Prothesenverankerung mit langer Haltbarkeit und ohne das Auftreten von Komplikationen darstellt.
Im Bereich des künstlichen Kniegelenkersatzes erlauben die von uns verwendeten Implantate sowie die Darstellung des Kniegelenkes über einen Mid- bzw. Subvastuszugang eine insbesondere den Streckapparat schonende Operationstechnik mit der Möglichkeit der anschließenden zügigen Rehabilitation.
PatientInnen mit ausgeprägten knöchernen Fehlbildungen, als auch PatientInnen bei denen ein Kunstgelenk gewechselt werden muß, kommen für ein minimalinvasives Operationsverfahren in der Regel nicht in Frage.
Unter minimalinvasiver Endoprothetik verstehen wir also nicht den kleinstmöglichen Hautschnitt und eine kurze Operationszeit, sondern die Schonung des gelenkumgreifenden Weichteilgewebes, ohne das Abstriche an der Positionierung und Haltbarkeit des Kunstgelenkes gemacht werden müssen und ohne dass die Komplikationsrate höher liegt als bei einem vergleichbaren Standardeingriff.
Bereich Sportorthopädie
Im Bereich der Sportorthopädie betreuen wir insbesondere PatientInnen mit dem Ziel Verletzungen und Beschwerden, die durch sportliche Aktivität entstehen können vorzubeugen bzw. zu behandeln.
Dies geschieht bereichsübergreifend mit der Sektion Unfallchirurgie und Arthroskopie.
SportlerInnen können sich in unserer Spezialsprechstunde vorstellen, wobei wir neben der Befunderhebung und der körperlichen Untersuchung bei Bedarf die weitere Diagnostik mittels Ultraschall, Röntgen oder MRT anbieten können.
Das Behandlungsspektrum reicht dabei von konkreten Hinweisen für die weitere Sportausübung, physiotherapeutischen Empfehlungen, lokalen Injektionen, manualtherapeutischen Maßnahmen bis hin zum breiten Spektrum der operativen Eingriffe, die insbesondere im Gelenkbereich überwiegend arthroskpisch mit dem Ziel der vollständigen Funktionswiederherstellung und des Gelenkerhaltes erfolgen.
Dabei stehen uns alle aktuell etablierten Möglichkeiten zur Verfügung.
Nach evtl. notwendigen Operationen (z.B. Kreuzbandersatz) werden die PatientInnen durch uns bis zur vollständigen Rehabilitation in Zusammenarbeit mit ihrem Hausarzt weiterbetreut.
Bereich Infektionsmanagement und Krankenhaushygiene
Die Entzündung (Infektion) einer Operationswunde ist eine schwerwiegende, glücklicherweise aber sehr seltene Komplikation nach einem operativen Eingriff.
Die Entzündungsrate liegt seit über 10 Jahren in unserer Klinik unter einem Prozent, was aber letztlich nur durch die konsequente Einhaltung der Hygienemaßnahmen in allen Bereichen erreicht werden kann.
Dafür existiert ein klar strukturierter Hygieneplan und es erfolgt eine kontinuierliche Weiterbildung des Personales in allen Funktionsbereichen.
Ein entscheidender Faktor in der Vermeidung einer solchen Komplikation ist das vom PatientIn selbst ausgehende Risiko bereits vor der Operation zu minimieren.
Subjektives Wohlbefinden, intakte Hautverhältnisse, normale Laborwerte sowie gut eingestellte Begleiterkrankungen sind deshalb unabdingbare Vorraussetzungen für einen geplanten Eingriff, so dass wir um Verständnis bitten, das dies penibel kontrolliert und eine geplante Operation dann auch manchmal verschoben wird.
Ein zunehmendes Problem sind aber auch Infektionen von künstlichen Gelenken, die lange Zeit nach deren Implantation auftreten und für deren Enstehung viele Faktoren verantwortlich sein können, ohne das man in jedem Falle die Ursache eindeutig klären kann.
Ein infiziertes Kunstgelenk muss dann in nahezu allen Fällen komplett entfernt, kann aber in den meisten Fällen nach Ausheilung der Entzündung wieder eingesetzt werden. Dies bedeutet für den einzelnen Patienten jedoch immer einen langen Krankheitsverlauf mit Einschränkung seiner Mobilität und einem erhöhten Risiko für weitere Komplikationen.
Deshalb ist es besonders wichtig, dass sich PatientInnen mit einem künstlichen Gelenk sofort bei ihrem behandelnden Orthopäden oder auch bei uns in der Klinik vorstellen, wenn Schmerzen, Schwellung, Rötung im Gelenkbereich oder auch unklare Fieberzustände neu auftreten.

