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Rheumaorthopädie / Fußchirurgie

Dr. med. PaulDr. med. Holger Paul

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Spezielle Orthopädische Chirurgie, Rheumatologie



Die Rheuma- und Fußchirurgie hat in der Asklepios Orthopädischen Klinik Hohwald eine lange Tradition. Die Patienten werden in der Abteilung mit 13 Betten durch speziell geschultes ärztliches und pflegerisches Personal betreut.

Bereich Rheumaorthopädie

Die rheumatoide Arthritis ist eine Autoimmunerkrankung, deren Ursachen noch nicht vollständig erforscht sind.
Operative Eingriffe können durch uns an allen Gelenken vorgenommen werden, wenn die medikamentöse Therapie nicht mehr ausreichend zu helfen vermag.

Weichteiloperationen

In frühen Stadien der Gelenkveränderung mit Schwellungen erfolgt eine Synovialektomie (Gelenkinnenhautentfernung). Die Synovialektomie kann sowohl durch eine Gelenkeröffnung als auch arthroskopisch vorgenommen werden. Hier bieten sich das Knie- und Schultergelenk an.
Sehnenplastische Operationen kommen bei rheumatisch bedingten Rupturen zum Einsatz.

Gelenkrekonstruktive Operationen

Der totalendoprothetische Ersatz eines Gelenkes erfolgt bei dessen fortgeschrittener Zerstörung. An der oberen Extremität können Schulter-, Ellenbogen-, Fingergrund- und Fingermittelgelenke so versorgt werden. An der unteren Extremität ist dies für Hüft-, Knie- und oberes Sprunggelenk der Fall.
Die Arthrodese (Versteifung) eines Gelenkes ist eine seltenere operative Maßnahme, welche nach schwerer Gelenkzerstörung mit Instabilität zum Einsatz kommt.
Sie wird noch gelegentlich am oberen Sprunggelenk, häufiger am unteren Sprunggelenk, Großzehengrundgelenk, Handgelenk und Fingermittelgelenk (Daumen) durchgeführt. Operationen am rheumatisch veränderten Fuß müssen je nach Schweregrad speziell entschieden werden.
Vor allen operativen Maßnahmen wird der Patient durch die Ärzte und zuletzt durch den
Operateur ausführlich beraten.

Bereich Fußchirugie

Zur operativen Versorgung des Fußes steht eine große Anzahl von operativen Maßnahmen zu Verfügung. In unserer Klinik kann der Vorfuß, aber auch der Mittel- und Rückfuß versorgt werden. Für operative Eingriffe bei Fußveränderungen, welche durch Diabetes mellitus bedingt sind, besteht jedoch keine Spezialisierung, deshalb werden diese nur im begrenzten Umfang durchgeführt.

Vorfußchirurgie

Hallux valgus

Die nach außen „schief" stehende Großzehe, oft mit Verdrehung derselben ist die wohl häufigste Veränderung am Vorfuß. Die Ursachen sind meist durch viele Faktoren bedingt (von Vererbung bis ungeeignetes Schuhwerk).
Die operative Korrektur sollte nur bei entsprechenden Beschwerden, die z.B. durch Einlagen u.ä. nicht mehr zu lindern sind, erfolgen. Kosmetische Gründe sind nicht entscheidend.
Operativ stehen moderne gelenkerhaltende knöcherne Eingriffe am 1. Mittelfußknochen, ggf. auch an der Großzehe zur Verfügung. Die Art des Verfahrens richtet sich nach dem Ausmaß der Veränderung. In der Regel werden winkelstabile Implantate (kleine Platten) verwendet- eine Gipsnachbehandlung ist dann nicht nötig. Über den Zeitraum der Knochenheilung bekommt der Patient einen speziellen Entlastungsschuh. Der Krankenhausaufenthalt (von ambulant bis einige Tage) sowie Arbeitsausfall richten sich nach der Größe des Eingriffes.

Hallux rigidus

Eine Arthrose (Abnutzung) des Großzehengrundgelenkes mit Bewegungseinschränkung kann in Frühstadien gelenkerhaltend, in Spätstadien gelenkersetzend versorgt werden. Letztere sind zum Beispiel die Versteifung oder der endoprothetische Ersatz. Da dieser aber noch einige Unsicherheitsfaktoren in sich bergen kann, sollte er eher zurückhaltend erfolgen.

Metatarsalgie

Darunter versteht man Auftrittsschmerzen unter den Vorfußballen. Die Ursachen können vielfältig sein. Hier ist im Vorfeld eine ausführliche Diagnostik nötig. Bei knöchernen Veränderungen stehen Verschiebeosteotomien im Bereich der Mittelfußknochen zur Verfügung

Krallen-Hammerzehen

Diese können, wenn die Zehe noch gut beweglich ist weichteilig operativ versorgt werden. Bei fortgeschrittenen Stadien mit kontrakter (im Gelenk fester) Zehe erfolgen diese Eingriffe knöchern.

Mittel- und Rückfuß

Dies sind in der Regel größere operative Maßnamen unter stationären Bedingungen. Meist erfolgt nach der Operation eine längerfristige Gipshandlung.
Bei Arthrosen (Abnutzung) in den Gelenken des Mittel- und Rückfußes werden diese geschädigten Gelenke mit Schrauben oder Platten ruhig gestellt und nach Verknöcherung damit der Schmerz beseitigt.

Fußfehlstellungen (-derformitäten) wie z.B. der Knick-Platt-Fuß, können ebenfalls korrigiert werden (z.B. mittels Platten und Schrauben).
Oft benötigt man dazu etwas eigenen Knochen aus dem Becken des Patienten. Dies erfolgt in einem einzigen operativen Eingriff und ist längerfristig für den Patienten kaum störend.

Oberes Sprunggelenk

Bei fortgeschrittener Abnutzung (Arthrose) und Bandschäden (z.B. in Folge von schweren Gelenkverrenkungsbrüchen) können die Beschwerden durch eine Gelenkversteifung gelindert werden.
Bei Abnutzung ohne Gelenkinstabilität kann auch der Einsatz eines Kunstgelenkes erfolgen. Bezüglich der verschiedenen OP-Methoden erfolgt in jedem Fall eine individuelle Beratung, auch über die erforderliche Nachbehandlung.
Nach der Operation kann der Patient Kontrollen in der Fußsprechstunde unserer Klinik wahrnehmen und nachfolgend durch seinen einweisenden Arzt weiter betreut werden.